Forderungen CSD 2026

Wir fordern gesamtgesellschaftlich …

  • Offenheit für alle queeren Identitäten, auch nichtbinäre, asexuelle Identitäten
  • die positive Begleitung von Coming-outs in Familie, Freizeit, Freundeskreis und am Arbeitsplatz
  • Zivilcourage bei queerfeindlichen Handlungen

Wir fordern mehr Sichtbarkeit von queeren Identitäten, insbesondere …

  • konkrete Begegnungsmöglichkeiten, adäquate und finanzierte Wohnformen für ältere queere Menschen sowie achtsame Begleitung, Betreuung und Pflege in diskriminierungsfreier Umgebung
  • Schutz und Sicherheit für queere Kinder
  • Sichtbarmachung von der intersektionalen Betroffenheit mehrfach marginalisierter Personen
  • Sichtbarkeit und Gleichberechtigung durch gendergerechte Sprache

Wir fordern international …

  • die menschenwürdige und solidarische Behandlung (queerer) Geflüchteter
  • ein entschiedenes Vorgehen, inkl. finanzieller Sanktionen, durch die EU-Kommission gegen Mitgliedsstaaten, die gemeinsame europäische Grundwerte untergraben
  • die weltweite Wahrung der Menschenrechte in internationalen Beziehungen sowie im Rahmen der Entwicklungshilfe

Wir fordern gesundheitspolitisch …

  • diskriminierungsfreie und effiziente Zugänge zu geschlechtsaffirmierenden medizinischen Maßnahmen für trans* und nichtbinäre Personen
  • verbesserte queersensible Gesundheitsversorgung, durch die sich LSBTQIA* Menschen bei Ärzt*innen sicher fühlen können

Wir fordern von der Landespolitik …

  • die Verankerung von sexueller Bildung, die alle Lebensrealitäten miteinschließt, in den Lehrplänen aller Schulformen
  • die Förderung queerer Kulturveranstaltungen
  • die Beachtung gesellschaftlicher Diversität in Gremien
  • die Berücksichtigung aller Geschlechter auf offiziellen Vorlagen (Zeugnisse, Urkunden, Zertifikate)
  • regelmäßige verpflichtende Fortbildungen für Lehrpersonal
  • besseren Zugang zu politischer Bildung und Förderung von kritischem Denken
  • Inter*geschlechtlichkeit als unaufgeregtes Thema im Biologieunterricht
  • eine Schulsozialarbeiter*in an jeder Schule, die zu queeren Lebensrealitäten fortgebildet wurde
  • finanzielle und soziale Unterstützung queerer Personen in Studium und Ausbildung, auch bei Studiengebühren ausländischer Studierender, da Familien häufig die Unterstützung einstellen
  • die Bedürfnisse queerer Menschen in Stadtplanung, Gesetzesentwicklung etc. miteinzubeziehen

Wir fordern von der Bundespolitik …

  • die Bewahrung und Überarbeitung des Selbstbestimmungsgesetzes
  • die Modernisierung des Abstammungsgesetzes: gleiche Rechte für Regenbogenfamilien
  • die Erweiterung des Grundgesetzes Art. 3.2 zum Schutz vor Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität
  • das Schließen der Umgehungsmöglichkeit des Verbots von nicht notwendigen medizinischen Eingriffen bei inter* Babys schließen inkl. Dokumentation und Aufklärung
  • die Wiedereinführung des bundesweiten Aktionsplanes „Queer leben“
  • eine bundesweite Regelung zur Einrichtung von Unisextoiletten in allen öffentlichen Einrichtungen
  • den verbesserten rechtlichen Schutz queerer Jugendlichen in queerfeindlichen Familien, Umfeld, Schule, Ausbildung, Sportvereinen etc.
  • die Bekämpfung queerfeindlicher Hasskriminalität inkl. Förderung von Prävention und statistischer Erfassung entsprechender Straftaten
  • Schutz und Sicherheit für queere Geflüchtete, inklusive gezielter und spezifisch geschulter Beratungs- und Unterstützungsangebote
  • keine Einstufung von Ländern als „sicheres Herkunftsland“, in denen queere Menschen diskriminiert, kriminalisiert und stigmatisiert werden
  • Entschädigung und Entschuldigung bei inter* Personen, an denen im Kindesalter irreversible, nicht medizinisch notwendige Operationen durchgeführt wurden, und bei trans* Personen, die sich nach dem TSG sterilisieren lassen mussten

Wir fordern von der Kommunalpolitik …

  • die Stelle einer Queerbeauftragten innerhalb der Stadtverwaltung zu etablieren
  • ein festes und erhöhtes Budget für queere Beratungsarbeit und Angebote in Aachen
  • die Verstetigung und finanzielle Unterstützung des CSDs
  • mehr Sicherheit an öffentlichen Plätzen und im ÖPNV (ASEAG)
  • mehr Sicherheit und queere Angebote in der StädteRegion und im ländlichen Raum
  • Unisextoiletten in öffentlichen Gebäuden
  • alle Geschlechter in Formularen und Anträgen der kommunalen Verwaltung zu integrieren
  • mehr Engagement bei der Bekämpfung von Hasskriminalität, bessere Konzepte zur Prävention durch mehr Aufklärung, mehr Bildung und Bildungsangebote
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